pergament mühle – in die wildnis

November 27, 2008 § 10 Kommentare

ein buch über einen etwas seltsamen kerl, der für seine wirren ideen leider mit dem leben bezahlte. jon krakauer´s „in die wildnis“ erzählt von einer wahren geschichte. chris mccandless kam aus gut situiertem haus und hatte gerade seinen college abschluss hinter sich gebracht, als er entschied von nun an nur noch ohne geld und für sich zu leben. auslöser waren offensichtlich sein etwas konservatives elternhaus, die konsumgesellschaft und überhaupt die moderne zivilisation. so setzte er sich von einem auf den anderen tag in seinen alten datsun und fuhr von nun an kreuz und quer durch die vereinigten staaten. daheim erzählte er freilich niemanden über seine ideen, so durften seine familie auch von dem moment an täglich in freudiger ungewissheit leben.
chris mccandless, der sich daraufhin nur noch „alexander supertramp“ (?!) nennt, versenkt sein altes auto ziemlich rasch in irgendwelchen schlammfluten in irgendeiner wüste, trampt daraufhin richtung westküste, spendet bzw verbrennt sein erspartes geld nur um es später bei irgendwelchen fastfood-ketten neu zu verdienen, lernt natürlich zahlreiche „interessante“ menschen kennen und beschließt das sein abenteuer in alaska enden sollte. in all den monaten unternimmt seine familie natürlich zahlreiche suchaktionen, denn daheim bescheid geben wollte der gute mann natürlich nicht.
in alaska findet alex supertramp dann sein letztes abenteuer. perfekt vorbereitet wie immer, dh nur mit einem pflanzenbestimmungsbuch, keiner karte oder sonstigen etwaigen nützlichen dingen glaubt er einige zeit in der wildnis überleben zu können. das geht leider schief. nachdem er giftige beeren gegessen hat, wird er letztendlich für den rückweg zu schwach. er wusste freilich nicht das seine „wildnis“ nur 8km von einem alaska highway entfernt war, schließlich hatte er ja keine karte mit. der direkte weg hätte ihm wahrscheinlich das leben gerettet.
das buch wurde übrigens auch von sean penn verfilmt und lief vor einigen monaten in den kinos.

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§ 10 Antworten auf pergament mühle – in die wildnis

  • farmer sagt:

    Ein etwas einseiter Kommentar zu diesem Buch. Ja, vieles was er getan hat mag verrückt erscheinen, doch ehrlich gesagt besäße ich gerne halb so viel Mut wie er.

  • pippone sagt:

    na ja, natürlich etwas einseitig weils ja auch meine meinung ist. aber bei allem respekt vor menschen die mal was verrücktes tun, und für sowas bin ich immer und überhaupt zu haben, die grenze zwischen mut und leichtsinn ist eine oft schmale. aber sein leben so unnötig aufs spiel zu setzen wie es der protagonist gemacht hat ist schon einmalig. eine simple karte hätte ihm gezeigt das im umkreis hütten sowie eine autobahn ist. selbst den fluss hätte er etwas stromabwärts überqueren können. da fehlt mir bei dem ganzen irgendwie die nutzen/risiko relation, und letztendlich hatte er ja auch eine familie. dann schn lieber extremsport 🙂

  • helpstring sagt:

    Ich find seinen Namen lustig – war früher meine Lieblingswurscht. Ehrlich!

    Ich kann mich pippone nur anschließen: manche Dinge sind es nicht wert zu sterben und bei dieser Geschichte schimmert ganz leicht die Selektion durch. Die besonders Blöden sterben einfach aus. Gut so? Dazu sage ich jetzt nichts.

    Schönen guten Abend meine Herren der Schöpfung. Andi

  • farmer sagt:

    @pippone: In deinen Augen mag es unnötig erscheinen, wie er sein Leben aufs Spiel gesetzt hat. In seinen Augen wars vielleicht gerade nötig. In deinen Augen stimmt die Nutzen/Risiko Relation nicht. In seinen Augen ziemlich sicher voll und ganz – am Ende schließt er ja schriftlich positiv mit seinem Leben ab. Seine Familie war ein Mitauslöser für sein Losziehen. Ich denke seine Reise hat ihm geholfen vorgefallene Dinge zu verarbeiten.

    Herr der Schöpfung ist nur Einer.

  • pippone sagt:

    hier gehts ja zu wie im literarischen quartett 🙂

    die tatsache das er sich was vorgenommen hat und das dann auch durchgezogen hat, obwohl sterben wollte er dabei definitv nicht, ist natürlich bewundernswert. deshalb hab ich auch das buch gelesen.
    nur da kann ich mir auch vornehmen nackt den mount everest zu besteigen. und wenn ich dann auf halbem weg erfriere wars am ende trotzdem leichtsinn. und genau deshalb fang ich mit diesem chris mccandless nix an, weil mir alles ein bißchen zu naiv vorkommt.

    @andi: wusste gar nicht das es eine wurscht mit diesem namen gab.

  • farmer sagt:

    wann geh ma wieda auf ein bier herr pippone? ich arbeit seit 10.11. nimma im innenministerium – also mit zu dir nach der hackn schaut schlecht aus. bin jetzt in da nähe vom karlsplatz.

  • helpstring sagt:

    farmer, was hast du im Innenministerium gemacht – oder ist das geheim?

    @pippone: Ja klar, kannst du dich nicht mehr erinnern? Beim Löwa in Gänserndorf: „Ein Semmerl mit Jon bitte“ 😉

    Apropos nackt auf den Mount-Everest: bei so manchen Bergläufen sind ja eh schon einige in die Schlagzeilen gekommen.
    Wen solche suizidalen Schwänke interessieren: http://www.darwinawards.com/darwin/darwin2008.html

  • pippone sagt:

    ah ja, die krakauer. na logisch, super wurscht, stimmt. hab die ganze zeit nach einer wurscht mit namen supertramp gesucht.

    und diese bergläufe sind echt ein gutes beispiel, die darwin awards auch.
    da kann ich auch gleich das buch „darwin awards“ empfehlen, einfach bei amazon suchen.

  • farmer sagt:

    lol. hab auch nach einer wurst names supertramp gesucht. dass du den autor meinst hab I ned gecheckt 🙂

    @Innenministerium – ja is natürlich geheim. Da darf man nix schreiben drüber hier.

  • helpstring sagt:

    Meine Herren…fufzig Deka Supertramp bittschee….was habts ihr graucht. Wurscht – her damit ;-).

    @James: Na bau – jetzt kenn ich einen Geheimagenten oder so. Schade, dass du nicht mehr bei denen arbeitest – hätte ein paar Aufträge gehabt *gg*

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