hollaridio. wahrscheinlich einer der unnötigsten artikel auf diesem blog. aber aufgrund momentaner bekanntheitsgrad-zunahme desselben hab ich meine besten (?! wenns denn sowas gibt) beiträge unter der kategorie – Best of – zusammengefasst. wens interessiert.
Archiv für 'Best of'Kategorie
best of duckdive aka pippone
Dezember 23, 2008vienna graffiti work – graffiti am donaukanal
November 22, 2008jahrelang assoziierte man mit dem wiener donaukanal eigentlich nichts mehr als dreck. während der kanal im norden von der schönen blauen donau abzweigt um sich seinen weg durch die wiener inneren bezirke zu suchen, ist von der farbe blau am ende nur mehr wenig über. viel mehr stechen hier die warmen brauntöne des stromabwärts fließenden wassers ins auge.
doch auch beidseits des ufers wars mit der landschaftspflege nicht weit. heruntergekommene gebäudehüllen, alte u-bahn stationen und betonlandschaften dominierten das geschehen.
allerdings entstand hier auch in all den jahren ein eldorado für freunde der spraydose. In den düsteren abendstunden konnten sich die graffitikünstler nach lust und laune austoben, schließlich bot sich hier ein schier unendliches angebot an kahlen betonflächen. eine wahre sprayer – szene entstand und mittlerweile muss man das alte beton-grau schon suchen.
heute hat die stadt wien das potential des donaukanals erkannt und wir stehen mitten in einem revitalisierungsprojekt. der donaukanal soll und ist auch mittlerweile ein freizeit“paradies“ für alle innerstädtischen bewohner. mittels begrünung und ansiedlung von zahlreichen in-lokalen ging das schmuddelige in ein trendiges image über.
und auch die graffiti-begeisterten sollen nicht zu kurz kommen. ein projekt um das sprayen zu legalisieren nennt sich „wiener wand“ und ermöglicht den dosen-künstlern stressfreies verzieren von vorher freigegebenen wänden.
die zahl der unglaublichen graffiti-kunstwerke entlang des donaukanals ist unendlich, jeden tag entstehen neue, andere verschwinden ebenso schnell. aber das image und vor allem die vielfalt der bunten meisterwerke passt herrlich in das neue konzept rund um das neu entdeckte freizeitparadies wiener donaukanal.
meine komplette graffiti-photosession kann man sich auf 15 seiten als portfolio auf pippone.carbonmade.com ansehen !
die geschichte in englisch als photo-essay auf jpgmagazine.com
redbulletin
November 5, 2008
redbull möchte ja gern cool sein, picksüß und ungesund ist es trotzdem. und letztendlich laufen vor allem und ausschließlich solariumgebräunte ex-krocha mit den dosen herum. das redbull aber einiges für den sport tut muss man aber mehr als lobend erwähnen. abgesehen von fussball und formel 1 sponsoring, das sie sich eigentlich sparen könnten, unterstützen die dosen-befüller nämlich so ziemlich jede extremsportart. und das tut gut.
noch besser, und darauf will ich hinaus, ist das monatlich erscheinende redbull-magazin. das redbulletin steckt jeden ersten dienstag im monat u.a. in der presse. gratis aber voll geiler fotos, sportgeschichten (und zwar den interessanten), portraits und auch ein quäntchen kunst und kultur. diese mischung – extremsport, kultur, kunst, photographie – ist erfrischend leiwand. und weil das heftl so gut ist, musste die auflage erhöht werden um auch den deutschen markt beliefern zu können. und das beste zum schluß, alle ausgaben kann man auf www.redbulletin.com als pdf runterladen.
bilbao und das baskenland
Oktober 24, 2008irgendwie wie ein asterix-heftl. nach etwas mehr als einer woche im baskenland hat man schon ein paar eigenartige eindrücke. die kleine provinz in nordspanien wehrt sich ja immer noch mit händen und füßen gegen seine volle spanische intergration.

denn die herrschaften hier sind nämlich keine spanier, haben eine andere geschichte usw. sie leisten sich ein eigenes parlament, eigene polizei, haben eigene gesetze und müssen auch eine eigene sprache pflegen. und weil man aber letztendlich doch zu spanien gehört, muss alles auch noch zusätzlich in spanisch angeschrieben werden. da bleibt natürlich kein platz für eine echte fremdsprache, sagen wir mal englisch. selbst in einem nordrussischen altersheim sprechen sicher mehr leute englisch als hier rund um bilbao. außerdem, so hat man den eindruck, sind touristen nicht allzu gern gesehen. aber da kann man sich täuschen, sprechen geht ja nicht. versteht einen ja keiner.


aber es gibt auch eine andere seite. das baskenland hat eine atemberaubende landschaft, tiefgrüne küsten, wunderbare architektur und vor allem wellen. nicht umsonst kommen zahlreiche spitzensurfer aus dieser region und nicht umsonst kommt jedes jahr im herbst der world-cup-surf-circus hierher um die herbst-wellen vor mundaka abzureiten. also ein besuch zahlt sich aus, viel mehr wahrscheinlich nicht.
einen kurzen eindruck über das land kann man sich hier anschauen. ein 3 minuten diavortrag, nicht länger, ich versprechs.
pergament mühle – uns verbrennt die nacht
Juli 17, 2008
uns verbrennt die nacht – ein roman mit jim morrison. gleichmal vorweg – man sollte sich von diesem „ein roman mit jim morrison“ nicht abschrecken lassen. der sänger der doors ist zwar eine wichtige nebenfigur in dem buch, aber sicher nicht in seiner üblichen rolle. der name wäre x-beliebig ersetzbar, morrisons leben dürfte aber genau zum thema passen. nämlich ein leben voller exzesse, drogen, perversitäten und abgründe.
der autor craig kee strete ist ein kind der 50er jahre, cherokee indianer und hat definitiv das talent zum schreiben. der roman selbst ist fiktiv, die sprache aber beispiellos genial und packend. c.k.strete hat natürlich auch andere werke, schreibt drehbücher, theaterstücke und ist auch redakteur. allerdings unter zahlreichen pseudonymen. absoluteste leseempfehlung.
duran duran
Juli 15, 2008
am sonntag besangen die 80er jahre helden duran duran das wiener publikum. in der tontechnisch hoffnungslos übersteuerten halle im gasometer lieferten die herren ein wirklich überzeugendes konzert ab. indiz dafür das sich die band auch nach 30 jahren noch herzeigen läßt, ist unter anderem die tatsache das hier nicht nur ein greatest hits konzert gespielt wurde. auch zahlreiche titel ihres neuen albums red carpet massacre wurden dargeboten. dann natürlich die ewigen klassiker und eine an kraftwerk erinnernde, 20 minütige elektronik session. ein tolles konzert, nicht zuletzt auch du
rch frontmann simon lebon, der zwar das tanzen nicht erfunden hat, aber dessen stimme wohl einzigartig ist. hier noch eine kurier kritik zum nachlesen.
graffiti
Juli 8, 2008
ich finde ja das graffiti eine kunstrichtung ist. mit der spraydose seinen namen oder sontwas auf häuserwände sprühen ist kein graffiti. aber wer wissen will was man aus triesten betonwänden machen kann, der soll einmal den donaukanal entlangspazieren. dort geben sich anscheinend diverse sprüher die dose in die hand und zeigen wies geht. ein paar der kunstwerke hab ich heute fotografiert. ein komplettes donaukanal graffiti portfolio gibts hier.
EM 2008
Juli 1, 2008
nun ist sie vorbei, die em 2008. all die befürchtungen und zweifel bezüglich horden plündender fussball hooligans haben sich zum glück nicht bestätigt. was übrig bleibt ist ein erfreulicher nachgeschmack. vorbei die zeit wo public viewing an sich schon zum sport wird. wo man mit wem wann welches match schaut musste schon gut vorbereitet sein. und auch wenn massenphänomene nicht immer gutes bringen. irgendwie war wien gleichgeschaltet, alle verfolgten die spiele. und obwohl es eine so hohe beamer und leinwanddichte wie noch nie gab war es nicht immer leicht ein platzerl zu finden. das einzig störende war die uefa und ihre monopol-geldmaschinerie. wenn sich in den fanzonen aufgrund wahnwitziger standpreise die anzahl der standler auf ein dutzend reduzieren, aber trotzdem mehrere leute was trinken wollen dann resultiert das in unmut. denn sich für ein bier um 4,50 euro 25 minuten lang anstellen ist ja eigentlich mehr als unlustig. trotzdem: die em war lustig und ein fest! auf pingisland.wordpress.com gibts ein paar bilder vom finale am heldenplatz.
kylie in concert
Mai 15, 2008also gut, ich war gestern am kylie minogue
konzert. nicht ganz freiwillig, aber besser als britney spears. aus mangel an euphorie konnte ich mir wenigstens so ganz objektiv ein bild von allem machen. das positive: kylie. die wirkt erfrischend sympathisch, nett…sie lacht sehr viel und erfreut sich sichtlich des singens. apropos. gesanglich
perfekt, und man hatte zumindest den eindruck kylie hat genausoviel spaß wie ihre fans. das negative: anscheinend hatte der zirkus roncalli zeitgleich die stadhalle gebucht. so an die 30 artisten und akrobaten mussten ständig irgendwelche seltsamen tänze, kämpfe und was weiß ich neben kylie darbieten. und das in noch seltsameren kostümen. also das ganze war eher show als ein konzert. aber wie gesagt, ich bin ja nicht kylies zielgruppe und ihrem publikum hat es sichtlich gefallen. hier eine kurier kritik die es ziemlich auf den punkt bringt. aber zur fairness hier noch eine andere kritik von, no na, oe3. die fanden das alles supergut.
red carpet massacre
Mai 12, 2008
duran duran mag man eben. schon in den 80er waren sie tonangebend, und sie gehören zu den wenigen bands die es bis heute noch gibt. red carpet massacre ist ihr letztes album. obwohl doch schon einige monate alt kam ich erst jetzt in den genuß es anzuspielen. und das haut mich vom hocker. wahrscheinlich wars die anfängliche, natürliche skepsis das es so lange gedauert hat. denn die scheibe wurde von timbaland mitproduziert. der füllige herr, der derzeit offenbar alle musiker der welt produziert. und duran duran und timbaland passt doch gar nicht zusammen, obendrein wirkt das als hilfeschrei dieser ehrwürdigen band. doch irrtum. selten so ein durchdachtes und spannendes album gehört, durch und durch spitzenmusik ohne auch nur einen hänger. duran duran bleiben nicht stehen sondern gehen weiter. und das ist gut so. genug musiker die seit jahrzehnten nicht vom alten stil abweichen. also unbedingt reinhören.




